Die Welt Der Seele

Brüderlichkeit. Allgemeinmenschliche Verwandtschaft

Prolog

„Und wenn der Herr nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name des Schöpfers[1] oft genannt wird, niedergerissen worden“.[2]

 

Brüderlichkeit.

 

Allgemeinmenschliche Verwandtschaft

Es gibt keine vernünftigen Gründe dafür, dass die Menschen im Zustand der Feindseligkeit und der Entfremdung leben, während sie sich ständig zanken, einander ignorieren, einender nicht erkennen und nicht anerkennen. Aus dem Gesichtspunkt einer richtigen Logik und gesunden Gefühlen, die verschiedenen Egoismusformen fremd sind, können wir eine Vielzahl von Beweggründen zur Annäherung zwischen Menschen sehen, viele Gründe, die zur Bildung einer integrierten Gesellschaft führen, in welcher die Eigenartigkeit ihrer gesamten Mitglieder aufbewahrt würde, die nicht von antagonistischen, chauvinistischen, erbosten Stimmungen verwaltet wird, sondern in welcher Liebe[3] und gegenseitige Achtung herrschen. Wenn die Gesellschaft ihren Bürgern solche Eigenschaften anerzieht, so kann dies zur Sicherheit, Ruhe und zu echten Idealen der Zivilisierung führen.

Der Allmächtige Erschaffer allen Seins macht in der abschließenden Schrift – im Heiligen Koran – die Menschheit, verschiedene Nationalitäten und Kulturen auf zwei Ureltern – Adam und Eva – aufmerksam und führt sie auf sie zurück. Er weist den Menschen „die Wohnstätte“, wo sich ihre Beziehungen verflechten und wo sich ihre Brüderlichkeit festigen kann: „O ihr Menschen! Wir [sagt der Herr, auf Seine Macht und Größe, nicht aber auf die Vielfalt weisend] haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht [es gibt daran nichts Erstaunliches, dass ihr zu verschiedenen Nationen und Kulturen gehört. Das ist das Göttliche Vorhaben], auf dass ihr einander erkennen möget [auf dass ihr Fremdsprachen, unbekannte Kulturen lernt, neue Menschen kennen lernt].[4] Wahrlich, von euch ist der Großmütigste und der Edelmütigste, welcher [vor dem Allmächtigen, dem Herrn der Welten] der Frommste[5] ist. Wahrlich, Er ist Allwissend und vollkommen Allkundig.“[6]

Und eben wenn die Menschen einander entgegengehen, einander kennen lernen, nicht aber wenn sie von gegenseitigen Widersprüchen durchtränkt werden; eben ein Schritt entgegen ist die Grundlage der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ja, manchmal entstehen Hindernisse, die die Bewegung in dieser Richtung stören. Das „Gedränge“ und das „Getümmel“ im Kampf um die „Stelle unter der Sonne“, um Dienststellen, Posten, Titel, Ausweise oder um Wohlstand töten in Menschen öfters gegenseitige Achtung, gegenseitiges Verständnis, das Gefühl, dass dein Gesprächpartner solch ein Mensch ist wie du, das beste Schaffen des Schöpfers, das mit Seinem Willen über alle und alles gehoben ist.

Ja, Menschen können die Wahrheit verschieden verstehen, verschieden auffassen, was gut ist. Dies führt zu Streitigkeiten und manchmal zu Konflikten, Kollisionen zwischen ihnen, zu Kriegen. Doch der Prophet Muhammad, sowie tausende Gottesgesandten vor ihm, warnte. „Seid nicht zornig über einander, beneidet einender nicht, seid euch einender nicht feindselig und seid, o ihr Menschen, Gebrüder!“[7]

Einer der moslemischen Gelehrten bemerkte bildhaft und weise: „Wenn du diejenige ins Gefängnis wirfst, deren Gedanken sich von deinen unterscheiden, dann ist eine Mauer [mit Stacheldraht] anstatt der Vernunft in deinem Kopf errichtet. Wenn du die mit dir nicht Einverstandenen erhängst, dann ist ein Galgen in deinem Kopf anstatt der Vernunft. Aber wenn du mit deinem Gesprächspartner Meinungen austauschst, ihn von etwas überzeugst und auf etwas eingehst, dann ist die Vernunft in deinem Kopf, die eben als eine echte Vernunft funktioniert.“[8]

Trotz vieler negativer Ereignisse, die in der Welt im Alltag erscheinen, ist es wichtig nicht zu vergessen, dass alle Menschen von einem Wesen erschaffen sind[9], und ausgehend davon sollen sie gemeinsam ihr Leben auf der Erde aufbauen, eben gemeinsam, symmetrisch, harmonisch und koordiniert. Jeder von uns unabhängig von seiner Nationalität, Bürgerschaft, Religion oder Weltanschauung leistet seinen Beitrag zur Entwicklung des Daseins, zum Aufbau und zur Änderung des Lebens.

Indem man das Leben aufbaut und es zum Besseren ändert, muss man daran denken, dass (1) ein jeder Mensch geehrt und vor dem Herrn der Welten ausgezeichnet ist: „Und wahrlich, Wir haben die Kinder [des Urvaters der Menschheit] Adams geehrt (hoch geachtet). [Wir haben den Menschen eine besondere, führende Stellung in diesem Weltall gewährt.]“[10]; und dass jeder Mensch dem Schöpfer unwahrscheinlich nah ist: „Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen, und Wir wissen [sogar], was er in seinem Innern hegt. Und Wir sind ihm näher als seine Halsschlagader [Wir, sagt der Allmächtige, sind ihnen näher, als sie selber].“[11]

Dabei soll man nicht seine Bedeutung überschätzen und Würde von anderen demütigen. Es wird über die Schädlichkeit und die Sündigkeit dieser Taten im Koran und in Hadithen oft erwähnt, zum Beispiel: „Ihr alle seid Kinder Adams [und Evas]. Adam wurde aus der Erde erschaffen. So sollen die Menschen aufhören, mit ihren Vorfahren zu prahlen [sollen sie sich nicht preisen, Errungenschaften und Großtaten ihrer Geschlechter, Stämme und Völker aufzählend], sondern werden sie beim Allmächtigen sogar niedriger ihrer Bedeutung nach als [zum Beispiel] Mistkäfer.“[12]

Es ist nicht wichtig, welche Farbe deine Haut hat, was für eine Bürgerschaft oder Nationalität du hast oder aus welchem Geschlecht du stammst, sondern wichtig sind dein Wesen, deine moralischen und anderen Errungenschaften und Erfolge.

Der große Imam ‘Ali ibn Abu Talib (der Vetter des Propheten) sprach noch vor vierzehn Jahrhunderten:

 

Die Menschen, wie auch Skulpturen (Monumente, Schaufensterpuppen), sind gleich (haben viele Ähnlichkeiten);

Ihr Vater ist Adam, ihre Mutter ist Eva.

Die Mütter der Menschen sind Behältern (mit Kleinkindern) ähnlich,

Und für die Vornehmheit sind Väter.

Wenn die Eltern Verdienste haben, so sind die Kinder (darauf) stolz,

Obwohl sie (die Kinder) sind nur (noch) Ton und Wasser.[13]

Eine echte Ehre und Würde (Verdienste) haben die gelehrten[14] Menschen,

Sie weisen denjenigen einen richtigen Wegs , die sie darum bitten.

Der Wert eines Menschen besteht in seinen kunstvollen Fähigkeiten[15],

Und die Unwissenden sind (übrigens) den Wissenden gegenüber feindlich.

Widme dich der Wissenschaft (dem Wissen, dem Erkenntnis) und ziehe ihr nichts vor!

(Siehe:) Leute (Massen, Mengen) sind tot, und die Wissenden (die Gelehrten) sind lebendig.[16]

 

Wollen wir zur Brüderlichkeit, zur allgemeinmenschlichen Verwandtschaft zurückkehren. Es ist wichtig, den sektiererischen Begriff der Brüderlichkeit vom religiösen zu unterscheiden. Der sektiererische Begriff bedeutet: „Meine Brüder sind diejenigen, die auch so denken, wie ich; die anderen sind Feinde.“ Es ist für die Träger solch einer Ansicht über das Leben äußerst schwierig, mit anderen Menschen im Kontakt zu stehen, mit denjenigen, die sich von ihnen unterscheiden, die nach anderen Prinzipien leben, die mit anderen Kategorien denken, die andere Ansichten und Werte haben.

Der religiöse Begriff der Brüderlichkeit ist aber folgender: „Wir alle, die Menschen, sind in der Auswahl der Ansichten und Handlungen frei. Der Schöpfer erwünschte das Erscheinen eines Jeden von uns. Während wir im weltlichen Heim leben, gehen wir durch die für uns von Gott bestimmten Prüfungen, einschließlich der Prüfung eines von uns durch die anderen[17].[18] Wir alle haben zum Herren der Welten zurückzukehren und jedermann hat für seine Handlungen Verantwortung zu tragen.“

„An jenem Tage werden die Menschen auferstehen, damit ihnen ihre [weltlichen] Handlungen gezeigt werden [jeder Mensch, der irgendwann auf der Erde lebte, wird das Ergebnis seines Glaubens, seiner Worte, Taten und Handlungen sehen]. Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Gutem getan hat, er sieht es [ohne Zweifel]. Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Schlechtem getan hat, er sieht es [unbedingt und ohne Zweifel].“[19]

 

Die koranische Umgangskultur zwischen Trägern von verschiedenen Idealen

„Schmäht die [Götter, Gottheiten, Götzen] nicht, welche sie statt Allah [dem Herrn der Welten, dem Einzigen und dem Ewigen] anrufen. [Wenn ihr Taktlosigkeit und Unwissenheit zeigen würdet, indem ihr Heiligtümer anderer Religionen und Lehren schmähen würdet], so würden sie [die Anhänger dieser Religionen und Philosophien] aus Groll ohne Wissen Allah schmähen. [Ihr berücksichtigt nicht oder vergesst, dass] Wir[20] jedem Volke sein Tun als wohlgefällig erscheinen lassen [da Wir allen Menschen eine Wahlfreiheit gewährt haben (Wir zwingen sie nicht und nötigen sie nicht) und da Wir das Gewöhnen sowohl ans Böse als auch ans Gute, sowohl ans Richtige als auch ans Falsche ins Menschenwesen gelegt haben. Das Menschenintellekt, die Menschennatur sind flexibel, empfänglich]. Dann aber werden alle [alle Menschen unabhängig von der Epoche, in der sie lebten, unabhängig von ihrer Nationalität, von ihrem Glauben, von ihrer Philosophie und ihren Überzeugungen] zu ihrem Herrn heimkehren [nachdem sie nach dem Weltuntergang für die Antwort auf dem Gottesgericht auferstehen werden]; und Er wird ihnen verkünden, was sie getan haben.“[21]

Der Prophet Muhammad (Allahs Friede und Segen sei mit ihm) sprach: „Wer an den Allmächtigen und an das Jüngste Gericht [an seine Wahrheit und seine Unwiederbringlichkeit] fest glaubt, soll entweder Gutes sprechen oder schweigen!“[22]

Es ist interessant, dass sich erst jetzt, in der Epoche einer globalen Integration und eines Höhepunkts der zwischenmenschlichen und sozialen Wechselbeziehungen, solch eine Wissenschaft als Rhetorik zu einer Ähnlichkeit näherte, worüber der Prophet Muhammad schon vor 14 Jahrhunderten gesprochen hatte. Also betont die Rhetorik folgendes: „Man kann sich mit einer Rede nur an die Menschen wenden, zu denen man sich freundlich verhält. Derjenige, der Sie ärgert, kann nicht im Ideal zum Objekt Ihrer Rede gehören.

Es ist unmöglich, das Unbewusste zu verbergen. Worüber wir auch mit einem Menschen sprechen mögen, teilen wir ihm unwillkürlich mit, wie wir uns zu ihm verhalten.

Der zweite Grund, aus dem es sich nicht lohnt, sich mit einer Rede an die Menschen wenden, zu denen wir uns schlecht verhalten, bezieht sich auf die Moral: man darf möglicherweise nicht den Menschen das Böse zufügen. Es gibt sowieso zu viel Böses, und es würde jedenfalls zu uns zurückkehren. In der inneren Motivation soll eine Einstellung auf gute Gefühle unbedingt beiwohnen, die Sie Ihrer Umgebung mitteilen können.

Man muss sich zu seinem Gesprächspartner wenden als zu dem Nachfolger Gottes auf der Erde mit dem ihm gebührenden Maße der Liebe und der Achtung.“[23]

Übrigens gehört das oben Erwähnte zu den Eigenschaften, dank deren sich Predigten von Propheten und Gottesgesandten über die Erde sehr schnell verbreiteten und in Tiefen des Bewusstseins und in Herzen von Menschen eindrangen.

 

Epilog

Ja, die Menschen sind verschieden (mit ihren Nationalitäten, Sprachen, Kulturen, Erziehungen, Emotionen und Eigenschaften, physischen und materiellen Möglichkeiten), aber diese Milliarden von Menschen haben viel Gemeinsames.

Das Verstehen, was uns einigt (wir sind wie Perlen, die auf einen Faden des Lebens in einer bestimmten Reihenfolge aufgefädelt sind), hilft uns, produktiver zu leben, zu schaffen und weniger Kräfte zu verschwenden für solche alles und alle verbrennende negative Emotionen, wie Erbittertheit, aufgezwungene Erniedrichung oder unbegründete Überlegenheit.

Zu einem der wichtigen vereinigenden Faktoren gehört der bewusste oder unbewusste Glauben an Gott, Den wir verschieden nennen, verstehen, aber, und es gibt keinen Zweifel daran, wir alle, nachdem wir über das weltliche Heim und über die Welt der Seelen gehen, werden zu Ihm, zu unserem Schöpfer und Erschaffer heimkehren. Unser Herr, der Große und der Heilige, wird über uns entscheiden.


[1] Im Original steht „ismul-la“, d.h., nicht „der Name des Schöpfers“, sondern „der Name Allahs“.

Einmal wurde ich zum Zeugen der Osterpredigt vom ägyptischen, koptischen Patriarchen und merkte ein einfaches Ding: während man bei uns in Russland „Gott, Herrgott“ sagt, sagen sie (die Araber-Christen, die Kopten) eben „Allah“.

Aber leider können viele, insbesondere auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion, nicht aus der falschen atheistischen Wahrnehmung kommen, dass man in verschiedenen Religionen angeblich verschiedene Götter anbetet: die Christen beten Gott an, die Moslems beten Allah an. Vielleicht werden wir nach einigen Jahren klüger. Nicht umsonst sind die ersten herabgesandten koranischen Worte: „Lies im Namen deines Herrn!“ Das heißt, entwickle, o Mensch, deinen Intellekt im Laufe deines ganzen Lebens, lerne, insbesondere durch das Lesen! Eben beim Lesen beginnt der Mensch, die Grenzen von aufgezwungenen oder selbst erworbenen Klischees, Schablonen und Stereotype zu verlassen. Sein Leben wird aus etwas monotonem, schwarzweißem zum vielseitigen, vielfarbigen und vielfältig interessanten.

[2] Siehe: den Heiligen Koran, 22:40.
[3] „Man kann nur das lieben, was man kennt.“ Leonardo da Vinci (1452-1519), Architekt, Ingenieur, Bildhauer.
[4] Die Gelehrten des Forschungszentrums des Gehirns der Universität von Kalifornien stellten fest: die Menschen mit einer Hochschulausbildung, die sich ihr Leben lang mit geistiger Arbeit beschäftigen, haben längere Dendriten. Das sind wurzelartige Fortsätze von Nervenzellen, die Informationen empfangen und bearbeiten. Man kann die Dendriten „wachsen lassen“, indem man sich mit etwas Neuem und Ungewöhnlichem beschäftigt. Zum Beispiel, wenn man eine Fremdsprache lernt oder wenn man Kulturen von anderen Völkern kennen lernt. Das Erlernen von Fremdsprachen und Kulturen ist von selbst für eine größere Entfaltung des intellektuellen Potentials des Gehirns sehr nützlich. Übrigens benutzen wir nur 5-10 Prozent dieses Potentials, das heißt, wir sind mit unserem persönlichen Dasein beschränkt und es entsteht selten der Wunsch, Scheuklappen von unseren Augen zu beseitigen.
[5] Was heißt Frömmigkeit? Wenn der Mensch das Obligatorische vollzieht und das Verbotene meidet, betritt er das Territorium der Frömmigkeit, aber es ist schwer, genauer, unmöglich, sie zu wiegen oder zu messen.

„Frömmigkeit ist hier“, sagte der Prophet Muhammad und zeigte dreimal auf die Brust.

Hadith von Abu Hurayra; Hadith-Sammlung von Muslim. Siehe, z.B.: an-Nawawi Y. Sahih muslim bi scharh an-nawawi [Hadith-Sammlung von Imam Muslim mit Kommentar von Imam an-Nawawi] In 10 B., 18 Teilen. Beirut: al-Kutub al-‘ilmiya, B.8, Teil 16, S. 121, Hadith ¹(2564) 32.

[6] Siehe: den Heiligen Koran, 49:13.
[7] Hadith von Anas und Abu Hurayra: Hadith-Sammlungen von al-Buchari u.a. Siehe, z.B.: al-‘Askalani A. Fath al-bari bi scharh sahih al-buchari [Die Eröffnung vom Schöpfer (für Menschen im Verständnis des Neuen) durch die Kommentare zur Hadith-Sammlung al-Buchari]: In 18 B. Beirut: al-Fiqr, 1996, B.12, S. 102, Hadithe ¹¹6064 und 6065.

Siehe auch: al-Banna À. (bekannt als as-Sa‘ati). Al-fath ar-rabbani tartib musnad al-imam ahmad ibn hanbal asch-schaibani. B.10, Teil 19, S. 238, 239, Hadithe ¹110-117.

[8] Worte von Mustafa Sadiq ar-Rafi‘i. Siehe: Al-Hudaybi H. Du‘atun la quda [Rufende, nicht Richter]. Kairo: At-tawzi‘ wa an-naschr, S.8.
[9] „O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn [und erfüllt Seine Gebote und meidet das offenbar Verbotene], Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen (aus einer Quintessenz); und aus ihm erschuf Er seine Gattin [das heißt, begann die Erschaffung von Adam und Eva, die zu den Ureltern der ganzen Menschheit wurden]. Und aus den beiden (Adam und Eva) ließ Er viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, sowie fürchtet, Blutsverwandtschaft [zu brechen]. Wahrlich, Allah ist über euch [über eure Absichten, Worte, Taten, Handlungen] vollkommen benachrichtigt.“ (Siehe: den Heiligen Koran, 4:1).
[10] Siehe: den Heiligen Koran, 17:70.
[11] Siehe: den Heiligen Koran, 50:16.
[12] Hadith von Huzeyfa; Hadith-Sammlung von al-Barraz. Siehe, z.B., as-Suyuti Dsch. Al-dschami‘ as-saghir [Die kleine Sammlung]. Beirut: Al-Kutub al-‘ilmiya, 1990, S. 396; Hadith ¹6368, „hasan“.
[13] „Nur Ton und Wasser“, d.h., sie sind noch nichts.

Man muss berücksichtigen, dass Imam ‘Ali ibn Abu Talib aus einer geachteten arabischen Familie stammte, und dass seine Kinder Enkel des Propheten Muhammad (Allahs Friede und Segen sei mit ihm) waren. Aber dabei betonte er, dass Verdienste der Familie oder der Eltern dem Kind kein Recht geben, vor anderen damit zu prahlen. Das Kind muss selber wachsen und zu dem Menschen werden, der verehrt und geachtet wird.

[14] Diejenigen, die allseitig (in erster Linie in Fragen der Moral und der Sittlichkeit) ausgebildet, belesen sind, die sich erkennen und andere Menschen kennen lernen, ihre Sprachen und Kulturen erlernen. Diejenigen, die die Umwelt mittels beliebiger Wissenschaften erkennen, die Denjenigen erkennen, Der dies alles mit einer unbeschreiblichen Harmonie und mit einer unfassbaren Vollkommenheit erschaffen hat.
[15] In seinen Fähigkeiten, etwas gut und professionell zu tun, es sei denn tiefe Kenntnisse in einem Wissenschaftsgebiet oder ein kunstvolles Betreiben eines Gewerbes.
[16] Siehe: Al-Karam A. Diwan amir al-mu’minin al-imam ‘ali ibn abu talib. S.7.
[17] „Man kann einen teueren Menschen mit einer menschlichen Liebe lieben, nur einen Feind kann man mit einer Göttlichen Liebe lieben.“ Lew Tolstoi.
[18] „[Natürlich kann der Allmächtige einen Unterdrücker sofort bestrafen oder einem Unterdrückten sofort helfen. Er kann Seine Göttliche Gerechtigkeit unverzüglich zeigen, aber alles geschieht in diesem Leben nicht so, wie ein Mensch wünschte, sondern nach dem Göttlichen Vorhaben und] die einen von euch werden durch die anderen geprüft. [Eben die Beziehungen zwischen den Menschen in verschiedenen Situationen (es sei denn in friedlichen oder in Kriegssituationen) zeigen in hohem Grade das Wesen eines Menschen, ob es schlimm oder edel ist. Und dies (unsere Worte, die wir einender sprechen, Erwiderungen, unser Benehmen, unsere Reaktionen, unsere Bewertung anderer) wird zu einem anschaulichen Beispiel für das Begreifen der Gerechtigkeit des Göttlichen Urteils sein, das über jeden von uns am Jüngsten Tag gefällt wird.]“ (Siehe: den Heiligen Koran, 47:4).
[19] Siehe: den Heiligen Koran, 99:6-8.
[20] Das Wort „Wir“ weist auf die Größe des Schöpfers, aber auf keinen Fall auf Seine Vielfalt.
[21] Siehe: den Heiligen Koran, 6:108. Siehe auch, z.B.: az-Zuhayli W. At-tafsir al-munir. B. 7, S. 322-328.
[22] Hadith von Abu Hurayra; Hadith-Sammlungen von al-Buchari u.a. Siehe, z.B.: al-‘Askalani A. (773-852 nach der Hidschra). Fath al-bari bi scharh sahih al-buchari [Die Eröffnung vom Schöpfer (für Menschen im Verständnis des Neuen) durch die Kommentare zur Hadith-Sammlung al-Buchari]: In 18 B. Beirut: al-Fiqr, 1996, B.13, S.101, Hadithe ¹¹6475,6476.
[23] Zaretskaja E.N. Rhetorik. Theorie und Praktik der Sprachkommunikation. Moskau: Delo, 2002, S.11-15.
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