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Auferstehung der Toten

Durch Jahrhunderte zur sich ungestüm nähernder Zukunft

 

„Aber deine Toten werden leben,

deine Leichname werden auferstehen“[1]

  

Geringe Chancen, mit Vernunft zu begreifen

„Abraham sagte: „Mein Herr, lass mich sehen, wie Du die Toten wieder zum Leben bringst.“

[Gott fragte ihn]: „Glaubst du denn nicht?“ [Offensichtlich ist das schwer, mit Vernunft zu begreifen, nur mit Glauben, mit Herz, mit Seele.]

Er sagte: „Doch! Mein Glaube ist ohne Zweifel! Aber (ich frage,) um mein Herz zu beruhigen.“ [Es war für ihn als einen Menschen interessant, den der Prozess der Umwandlung eines toten und leblosen Körpers in einen lebenden interessiert. Das hätte ihm eine neue Stufe gegeben in der geistigen Wahrnehmung und im Begreifen der Einfachheit für den Schöpfer, Tote und seit langem Verstorbene wiederzubeleben].

„Nimm dir vier Vögel und zerstückle sie, dann setze auf jeden Berg einige Teile davon [setze sie an verschiedene Stellen]. Hierauf rufe sie. Sie werden eilends zu dir kommen. Und wisse, dass Allah (Gott, Herr) Allmächtig und Allweise ist!“ (siehe, den Heiligen Koran, 2:260).

Ich bin einverstanden, dass diese Geschichte für einen einfachen Spießbürger fast nichts sagt, da er wünscht, solch ein Wiederbeleben mit seinen eigenen Augen zu sehen, aber das ist heute unmöglich, da man die Offensichtlichkeit der Auferstehung nach dem Tod im weltlichen Heim auf dem Niveau des Glaubens begreift[2], und die Abwesenheit des Glaubens gibt diesem Postulat keinen Platz im Herzen.

Die Vernunft eines Menschen kann viel denken, philosophieren, Erklärungen fordern, aber… alles hat seine Zeit. Alle werden das alles einst sehen, aber in jenem Moment wird es schon nicht ein Postulat des Glaubens, sondern eine offensichtliche und unwiderlegbare Tatsache. 

 

Stellungnahme derjenigen, die daran nicht glauben

„[Gottlose] sagten: „Wenn wir zu Gebeinen und Staub geworden sind, sollen wir dann wirklich zu einer neuen Schöpfung auferweckt werden?“ Sprich: „Ob ihr [nach Jahrhunderten] Steine oder Eisen oder sonst eine Schöpfung von der Art seid, die für euch noch unmöglicher ist (die nach eurem Sinn nicht wiederbelebbar ist), [werdet ihr auf jeden Fall wiederauferweckt].“ Dann werden sie sagen: „Wer soll uns ins Leben zurückrufen?“ Sprich: „Er, Der euch das erste Mal erschuf.“ Dann werden sie ihre Köpfe vor dir [o Muhammad] mit Hohn und Verwunderung schütteln und sagen: „Wann geschieht es?“ Sprich: „Vielleicht geschieht es gar bald.“ (siehe, den Heiligen Koran, 17:49-51).

„[Gottlose] sagten: „Wenn wir gestorben und zu Staub und Gebein geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden?“ (siehe, den Heiligen Koran, 23:82).

 

Offensichtlich muss man nur die Augen öffnen

„Er (der Allmächtige) schickt die Winde als frohe Botschaft vor der Äußerung Seiner Barmherzigkeit [in Form, zum Beispiel, des Regens, der Kühle, des Schattens].

Wenn die Winde schwere [voll von Wassertropfen] Wolken heben und tragen, treiben Wir sie zu einem toten [dürren] Ort; dann lassen Wir Wasser aus ihnen herab, mit dem Wir [aus dem bisher leblosen Boden] Früchte von jeglicher Art hervorbringen. So bringen Wir auch alle Toten [am Tag der Auferstehung] hervor [die im Laufe der ganzen Periode der Existenz der Menschheit gestorben sind]. So zieht euch [aus den Naturerscheinungen] Schlussfolgerungen!

Der fruchtbare (gute) Boden gibt [verschiedene schöne, kräftige, schmackhafte] Früchte, Pflanzen nach der Erlaubnis seines Herrn; und falls etwas aus dem schlechten Boden [zum Beispiel, Salzwiesen] sprießt, so sprießt das mühsam. [Der sittsame Boden der Seele eines Gläubigen sowohl saugt immer alles Positive leicht und natürlich von außen ein, als auch gehen davon sittsame Emotionen, zurückgehaltene Reaktionen, gute Worte aus. Die äusserliche Gestalt „duftet” nach Edelmut, selbst wenn der Mensch mit einer schweren Arbeit beschäftigt ist oder sehr bescheiden, arm gekleidet ist. Was einen gottlosen und unerzogenen Menschen betrifft, so kann man von ihm Gutes kaum erwarten, er ist mit guten Worten und mit einer wohlwollenden Wahrnehmung der Umgebung geizig].

Und so wenden Wir die Zeichen für Leute, die dankbar sind [da nur sie tatsächlich einen Nutzen aus derartigen Beispielen ziehen können].“ (siehe, den Heiligen Koran, 7:57,58).

„Schau dann auf die Spuren [auf verschiedene Formen] von Allahs Barmherzigkeit, wie Er die Erde nach ihrem Tode belebt. Wahrlich, Derselbe wird auch die Toten erwecken; denn Er hat Macht über alle Dinge [und „alle Dinge” sind mit dem engen menschlichen Bewusstsein auf keine Weise beschränkt, wie es auch immer vieles im wissenschaftlich-intellektuellen Plan erreiche].” (siehe, den Heiligen Koran, 30:50).

„Allah (Gott, der Herr) sendet die Winde, die das Gewölk hochtreiben. Dann treiben Wir [sagt der Allmächtige] es zu einem toten Ort und beleben damit die Erde nach ihrem Tode. Ebenso wird es bei der Auferstehung der (Toten) sein [daraus, was von ihren Körpern auf dem Planet Erde geblieben ist].” (siehe, den Heiligen Koran, 35:9).

„Weiß der Mensch denn nicht, dass Wir ihn aus einem Samentropfen erschufen [nur durch eine Verschmelzung einer Samenzelle mit einer Eizelle auf dem Niveau, das mit bloßem Auge nicht zu sehen ist]? Und siehe da, er ist ein offenkundiger Widersacher [der mit Beweisführungen Gott, Postulate des Glaubens verneint oder darüber urteilt, ob Er existiert oder nicht]! Und er prägt Uns Gleichnisse [bemüht sich, seine Urteile zu begründen] und vergisst seine eigene Erschaffung. Er sagt: „Wer kann die Gebeine beleben, wenn sie morsch geworden sind?“ Sprich: „Er, Der sie das erstemal erschuf – Er wird sie beleben; denn Er kennt jegliche Schöpfung [ohne Zeit- und Raumschranken].“ (siehe, den Heiligen Koran, 36:77-79).

 

Unmöglich zu entgehen

„Sprich: „Wem gehört das, was in den Himmeln und was auf Erden ist?“ [Die Antwort liegt im Bewusstsein des Menschen nahe:] „Allah (Gott, dem Schöpfer).“ [Erinnert euch!] In allem, was von Ihm ausgeht, überwiegt Barmherzigkeit. Er wird euch alle [unabhängig von Zeiten, Völkern, Rassen, Dienstgraden oder Titeln] gewiss [wiederauferwecken] und zum Tage des Gerichtes versammeln [an dem Er euch für eure weltlichen Taten und Handlungen vollständig befragen wird]. Darüber besteht kein Zweifel. Die Gottlosen werden bezogen auf sich selbst einen vollkommenen Verlust erleiden.“ (siehe, den Heiligen Koran, 6:12).      

„Die Gottlosen sind überzeugt, sie würden nicht auferweckt werden. Sprich: „Doch, ich schwöre bei meinem Herrn, ihr werdet gewiss auferweckt werden [werdet aus den Gräbern herausgezogen werden, werdet von neuem davon gesammelt werden, was von euch geblieben ist, und werdet auferweckt werden]; dann wird euch gewiss verkündet, was ihr [im weltlichen Heim] getan habt. Und das (dieser Prozess) ist für Allah (Gott, den Herren) ein leichtes [wie auch immer das für euch unmöglich schiene].“ (siehe, den Heiligen Koran, 64:7).

 

Wieviel Zeit wird es in Anspruch nehmen, alle wiederaufzuerwecken?

„Eure Erschaffung [o Menschen] und eure Auferstehung sind [für den Allmächtigen] so leicht wie die eines einzigen Wesens [sind ganz leicht, es ist nur Seinen Befehl „Sei!“ genug – und es ist]. Wahrlich, Allah (Gott, der Herr) ist Allhörend, Allsehend.“ (siehe, den Heiligen Koran, 31:28).

„Und kaum war der [zweite] Schall des Hornes[3] ertönt[4], so sind sie sofort, unverzüglich auferstanden aus ihren Gräbern und richteten sich zu ihrem Herrn mit den Worten: „O wehe uns! Wer hat uns von unserer Liegestelle [von unseren Gräbern] erweckt (vom Schlafen erweckt)?“ [Man wird ihnen antworten:] „Das ist es, was der Allerbarmer verheißen hatte, und was die Gesandten wahrhaftig sagten.“ Es [das Auferstehen] wird wie nur ein einziger Schrei sein, und siehe, sie [die Menschen und die Dschinn] sind alle vor Gott [für die Antwort für ihr irdisches Leben] versammelt.“ (siehe, den Heiligen Koran, 36:51-53).

 

Ja, schade…

„Könntest du nur sehen, wie die Schuldigen (die Gottlosen) ihre Köpfe [vor Scham] vor ihrem Herrn hängen lassen werden! [Das Bild, das in Gedanken versinken lässt, und insbesondere Worte, die von ihnen gesprochen werden:] „Unser Herr! Nun haben wir [erst jetzt] begonnen, [tatsächlich] zu sehen und zu hören [wir haben angefangen zu begreifen]. So sende uns [bitte] zurück, wir werden [uns bessern und] ohne Zweifel Gutes tun! Denn nun haben wir Gewissheit.“ (siehe, den Heiligen Koran, 32:12). Schade, dass es so spät ist, denn alles hat seine Zeit, seine Stelle und seinen Termin.

 

Zusammenfassung

„Es ertönte der Schall des Hornes, und alle, die in den Himmeln sind, und alle, die auf Erden sind, stürzten tot nieder; mit Ausnahme derjenigen, die der Allmächtuge ausnehmen will [vermutlich sind das einige Hauptengel, die später getötet werden]. Dann [nach einiger Zeit] ertönte der zweite Klang des Hornes, und da standen sie auf und schauten zu. [Die Welt der Seelen wird sich öffnen, und jede Menschenseele oder Dschinnseele wird sich in ihren neu geschaffenen Körper richten.]”

Und die Erde [die vermutlich auf die riesige Fläche entfaltet wird, die sie beschrieben hatte, während sie sich um die Sonne drehte,] wird erstrahlen im Lichte ihres Herrn. Das Buch wird vorgelegt [das die ganze Geschichte der Menschheit und der Welt der Dschinn in Einzelheiten enthält, die jeden der Vertreter beider Welten betrifft, jeder hat sein „Dosier“], und [aus der mehrmilliarden Menge der Bewohner des Planeten Erde] werden die Propheten und die Zeugen herbeigebracht. Alles wird in Gerechtigkeit gerichtet werden, und niemand soll Unrecht erleiden.

Und jeder Seele wird voll vergolten werden, was sie getan (verdient) hat [das heißt entsprechend ihrem irdischen Leben]. Und Er, der Allmächtige, weiß am besten, was sie [die Menschen und die Dschinn] tun. [Niemand wird im Stande sein, etwas zu verbergen oder die Verantwortung abzulehnen. Gewiss braucht Allah (Gott, der Herr) weder Zeugnisse, noch Zeugen, dies brauchen für die Überzeugungskraft und für die Objektivität des Urteiles diejenigen, die Rede und Antwort stehen werden].” (siehe, den Heiligen Koran, 39:68-70)

„Aus der Erde haben Wir euch erschaffen, und in sie werden Wir euch zurückkehren lassen, und aus ihr bringen Wir euch abermals hervor.“ (siehe, den Heiligen Koran, 20:55)

Es ist weise bemerkt worden: „Die Offensichtlichkeit beweist man nicht, man fühl sie”.

 

Nachwort

„Sprich: „Niemand in den Himmeln und auf Erden kennt das Verborgene [das Heimliche] außer dem Allmächtigen. [Es gibt Sachen, die nur Ihm und keinem anderen bekannt sind.] Die Menschen können sogar nicht vermuten, wann sie wiederauferweckt werden. [Was nun für die Höhen im Wissen und in wissenschaftlichen Eröffnungen die Menschheit nicht erreicht hätte,] nein, ihr Wissen über das Jenseits [über das Ende der Welt, die Auferstehung, den Tag der Abrechnung, die Hölle, das Paradies] hat gänzlich versagt. Nein, sie [die Gottlosen und die ihnen Ähnlichen] befinden sich im Zweifel darüber. Nein, sie sind ihm gegenüber [mit ihren Herzen und ihrem Scharfsinn] einfach blind [um die Offensichtlichkeit dieses zu begreifen].” (siehe, den Heiligen Koran, 27:65, 66). Ja, alles hat seine Zeit.


[1] Die Bibel, Jes, 26:19.

[2] Die Propheten und die Gesandten des Schöpfers sind eine Ausnahme, da sie manchmal Millionen von Menschen ermahnten und deswegen sehr überzeugende Beweise brauchten, deren Beschreibungen in Schriften erhalten geblieben sind.

[3] Vgl.: „...es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich.“ (siehe die Bibel, 1 Kor 15:52).

[4] Mit dem ersten alles Lebende durchbohrenden Laut wird alles ausnahmslos in allen Welten nach Willen des Schöpfers getötet. Es wird erwähnt, dass zwischen der globalen Tötung und der danach folgenden absoluten Auferstehung aller Wesen vierzig Jahre sind. Aber welche Jahre dies sind, weiß nur der Allmächtige. Siehe, z.B.: Az-Zuhajli V. At-tafsir al-munir [Beleuchtendes Tafsir]: In 17 B. Damaskus: al-Fikr, 2003, B.12, S.30,34.


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