Artikel

Shisha[1]

 

Frage. Ist das Shisharauchen aus dem Gesichtspunkt des Islams verboten? Wenn ja, warum rauchen dann Araber überall Shisha?

Antwort

I

 

Die islamwissenschaftliche Begründung des Shisharauchverbotes sehen Sie im Artikel „Rauchen“.

 

II

 

Die wissenschaftliche Bestätigung der Gesundheitsgefahr. Viele glauben, dass das Shisharauchen den Schaden von Tabak verringert. Sie irren sich. Die Forschungen von kanadischen Wissenschaftlern haben aufgezeigt, dass solche Meinungen ein offenbarer Irrtum sind. Nach 40-50 Minuten Shisharauchen (wobei eine durchschnittliche Dauer weitaus länger ist) bekommt ein Mensch zweimal mehr Kohlenstoffmonoxid (CO) und dreimal mehr Nikotin als nach dem Ausrauchen einer üblichen Zigarette. Übrigens wollen wir erinnern:

Kohlenstoffmonoxid (Kohlenmonoxid, CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Es entsteht bei der unvollständigen Oxidation von kohlenstoffhaltigen Substanzen. Es ist giftig.

Nikotin ist das Alkaloid, das vorwiegend in der Tabakpflanze (bis zu 2%) und in geringerer Konzentration auch in anderen Nachtschattengewächsen vorkommt. Beim Tabakrauchen dringt es in den Organismus ein. Es ist ein starkes Gift. In kleinen Mengen wirkt es anregend auf das Nervensystem ein, in großen Mengen ruft es eine Lähmung des Nervensystems (einen Atmungsstillstand, einen Herzstillstand) hervor. Eine vielfache Absorption von Nikotin in kleinen Mengen beim Rauchen ruft Nikotinismus hervor.

 

Das Gesundheitsministerium Russlands warnt überall und mit großen Buchstaben: „Rauchen schadet Ihrer Gesundheit”, aber die russische Nation, eine der gebildetesten Nationen, hört nicht auf zu rauchen, die Anzahl der Raucher vermehrt sich insbesondere durch junge Männer und Mädchen, denen bevorsteht, Väter und Mütter zu werden (falls sie zu diesen werden können). Aus dem ähnlichen Grund rauchen auch Araber Shisha, wie sie auch viel anderes tun, was vom Allmächtigen verboten ist, wobei diese Verbote zum Wohl des Daseins und des Jenseits eines Menschen sind.

Die arabische Geschichte ist reich und dehnt sich auf viele Jahrtausende aus. An einem bestimmten historischen Punkt ist die Abgrenzung auf zwei Perioden geschehen. Die erste Periode – die vorislamische Periode – ist eine Etappe der Blüte der Poesie, aber eines moralischen Verfalls. Die zweite Periode ist die Periode der Belebung, des Erwachens, der Blüte der wertvollen, edlen Charaktereigenschaften, die nicht nur den Arabern, sondern auch der ganzen Menschheit die Fülle des monotheistischen Glaubens und eine raffinierte Schönheit des geistigen Reichtums der Innenwelt eines Menschen durch die Mission des Propheten Muhammad wie ein stürmisches Frühlingstauwetter zurückgegeben hat. Zum Beispiel gehören solche Dinge wie der öffentliche Bauchtanz, das Shisharauchen u.ä. zur vorislamischen Periode, sie widersprechen der Moral und der gesunden Lebensweise eines Gläubigen. Die überwiegende Mehrheit der Araber (mehr als 90%) sind Moslems, aber kann man sagen, dass die Vertreter einer Nation gleich gut und edel seien?

 

Fragen zum Thema

 Frage. Darf man Shisha rauchen? R.

Antwort. Das ist verboten.

 

Frage. Warum ist in islamischen Ländern das Shisharauchen und der Gebrauch von natürlichen Drogen so weit verbreitet, er  wird sogar  übermäßig ausgeübt, ist das denn nicht verboten? À.

Antwort. Natürlich ist das verboten. Es unterliegt keinem Zweifel.

Aber das Gesundheitsministerium warnt auf jeder Zigarettenschachtel, und trotzdem rauchen Menschen überall, Männer und Frauen!

 


[1] Shisha (deutsche Transkription: Schischa) ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. Sie besteht aus einem Gefäß, einer Rauchsäule, einem Topf und einem Schlauch. Auf das Wassergefäß wird die Rauchsäule gesteckt oder geschraubt. Auf die Rauchsäule wird der Topf bzw. Kopf gesetzt. An der Rauchsäule befindet sich mindestens ein „Rauchanschluss“ für einen Schlauch. Der eingeatmete Rauch geht durch Wasser und wird (angeblich) gereinigt.

 

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