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Freigiebigkeit
Weisheit der Jahrhunderte
Freigiebigkeit ist Großmut dessen, der vieles hat und der demjenigen, der nichts hat, alles zu erwerben erlaubt, was er erwerben kann. A.Bierce.
Freigiebigkeit besteht nicht darin, mir das zu geben, wessen ich mehr als du bedarf; nein, Freigiebigkeit besteht darin, mir das zu opfern, wessen du mehr als ich bedarfst. D.Dschabran.
Eine wahre Freigiebigkeit ist es, demjenigen etwas Gutes zu tun, der davon niemals erfährt. F.Clarke.
Was man als Freigiebigkeit bezeichnet, ist oft nichts anderes, als das Almosen, das von der Eitelkeit gegeben ist. F. de La Rochefoucauld.
Um freigiebig zu sein, braucht man nicht, reich zu sein. Wenn ein Armer freigiebig ist, so kann er Almosen wie ein Prinz geben. K.Wells.
Freigiebigkeit ist es nicht, wenn ein Reicher einem Armen spendet, sondern ist es, wenn ein Besitzloser einem Besitzenden spendet.
Der Heilige Koran und der Kommentar dazu
„...[Die Gläubigen] lieben, achten andere mehr als sich selber (sehen andere vor ihnen selbst gern bevorzugt; stellen Bedürfnisse und Hoffnungen anderer in den Vordergrund), auch wenn sie selbst in Bedürftigkeit leben...“ (siehe, den Heiligen Koran, 59:9).
Diese Aya spricht von solch einer wichtigen und seltenen menschlichen Eigenschaft wie Altruismus, das heißt eine uneigennützige Sorge um das Wohl anderer, eine Bereitschaft, seine persönlichen Interessen für andere zu opfern.
Der Prophet Muhammad (Allahs Friede und Segen sei mit ihm) sagte: „Ein Freigebiger steht Allah nah, Menschen nah, dem Paradies nah und der Hölle fern. Ein Geiziger steht aber dem Allmächtigen fern, Menschen fern, dem Paradies fern und der Hölle nah.
Ein unwissender, ungebildeter [sowohl in Fragen des Glaubens, der religiösen Praxis, als auch in anderen Lebensfragen], aber freigebiger Mensch ist mehr von Gott geliebt, als ein frommiger, betender, aber geiziger Mensch”.[1] Es gibt hier eine interessante Feinheit, auf die man seine Aufmerksamkeit lenken muss: in der Aussage des Propheten gehen Nähe zu Gott und Nähe zu Menschen Hand in Hand, aber wir handeln oft vollkommen entgegengesetzt. Ja, die Kunst, unter Menschen zu leben, zu ihnen gute aufrichtige Verhältnisse aufzubauen, erfordert riesige Kräfte und Opfer. Aber wenn wir unsere fast ritterliche Ergebenheit dem Glauben erklären, indem wir bereit sind, im Kampf gegen unnütze Windmühlen „um Allahs willen” unser Leben zu opfern, hören wir einfach andere Menschen nicht, ignorieren wir ihre Meinungen und ihre Rechte, können wir ihre unbedeutenden Fehler nicht verzeihen, während wir es fertigbringen, hohe Liebe zu empfinden, die sich in einem Augenblick in einen heftigen Hass verwandeln kann.
Was ist Freigiebigkeit? Es ist, wenn man, keine Mühe scheuend, etwas spenden kann und wenn man diese Spende nachfolgend nicht bedauert und sich niemals daran erinnert.
Einer der Gerechten hat Interessantes gesagt, aber ich merke an, dass es kein Axiom für alle Fälle ist: „Ich bemühe mich, jedem Bedürftigen zu helfen, der mich darum bittet: wenn er ein edler Mensch ist (wenn er wirklich in eine schwierige Lage geraten ist und er der Hilfe bedarf), dann schütze ich dadurch seine Ehre und seine Würde; wenn er ein gemeiner Mensch ist (wenn er undankbar und unerzogen ist, wenn er ein parasitisch lebender Bettler ist), dann schütze ich dadurch vor ihm (vor seiner Verleumdung, seiner Beleidigungen oder seinem Klatsch) meine Ehre”.
Der bekannte arabische Dichter al-Mutanabbi sagte:
„Wenn du Freigiebigkeit einem edlen Menschen zeigst, so wirst Du ihn beherrschen (er wird dir tatsächlich dankbar sein, er wird sich bemühen, es dir mit etwas Größerem zu vergelten).
Wenn du sie aber einem niederträchtigen Menschen zeigst, so fängt er an, Frechheit zu zeigen (nimmt alles als gehörig und selbstverständlich wahr)”.
Ein gläubiger, gebildeter, lebenserfahrener Mensch versteht gut, dass Freigiebigkeit nicht insofern eine reine Formsache ist, einem anderen etwas zu „spenden“, als eine Fähigkeit, das Notwendige zur rechten Zeit, zum Nutzen, aktuell und ohne nachfolgendes Bedauern, ohne Selbstgeißelung wegen unsinniger Gedanken des satanischen Geizes, ohne Großtuerei und Hochmut, ohne öffentliche Verlautbarung zu gewähren und das ohne flüchtiges, die Seele überkommendes Gefühl der Überlegenheit über andere zu tun, wenn der Glaube und das Herz schweigen und das eigene „Ich”, die Einbildung und die Selbstbewunderung jubeln.
Bevor man selbstverleugnend demjenigen „zur Hilfe” kommt, der sie nicht braucht, da er parasitisch lebt, oder, noch schlimmer, jemandem mit seiner „Hilfe“ einen Bärendienst leistet, muss man gut nachdenken, die wahrhafte Lage des Bittenden einschätzen und seine eigene Aufwallung verstehen, inwieweit sie standhaft und dauerhaft ist. Man muss auch die Lage der Dinge angesichts Gottes nüchtern einschätzen, um nachfolgend Schätze seiner edlen und freigebigen Taten nicht in Staub zu verwandeln, der keinen Groschen wert ist. Der Allmächtige Schöpfer sagt in der Heiligen Schrift und zeigt dadurch Seine Freigiebigkeit und sorgt für die Erhaltung des Wertes der Wohltaten, die Menschen mit hohen herzlichen Aufwallungen ausüben: „Das Gleichnis [der Wohltat] derjenigen, die ihr Vermögen[2] [aufrichtig um Allahs Willen kostenlos zum Wohl anderer] auf dem Weg Allahs ausgeben, ist wie das Gleichnis eines Samenkorns, das sieben Ähren wachsen lässt, in jeder Ähre hundert Körner. Und Allah vervielfacht es [in Ergänzung dazu], wem Er will. Und Allah ist [mit Seiner Gnade] Allumfassend, Allwissend [ist über die Aufrichtigkeit, über die Reinheit der Absichten, über den Teil der Spende vom Vermögen des Spendenden vollkommen benachrichtigt. Er weiß gut, wer und was derjenige für seine Tat verdient].
Diejenigen, die ihren Besitz auf dem Weg Allahs [im Namen Allahs, im Namen des Sieges der allgemeinmenschlichen Werte, die von Ihm bestimmt sind[3]] spenden, dann dem, was sie gespendet haben, weder „mann“ noch „adha“ folgen lassen [das sind zwei Formen der Wertvernichtung der Wohltat – (1) Erinnerung an die Wohltat demjenigen, zugunsten wessen sie vollbracht wurde; eine offenbare Demonstration seiner Überlegenheit über denjenigen, der um Hilfe gebeten hat; und (2) Zufügen des herzlichen Schmerzes demjenigen, der einst die Wohltat ausgenutzt hat; Erwähnung daran im Kreise derjenigen, denen er darüber nicht erzählen würde und er nicht wollte, dass sie das wüssten, und auch das herzliche Bedauern über die vollbrachte Wohltat], denen wird ihr Lohn von ihrem Herrn zuteil werden, und weder Angst wird über sie kommen noch werden sie traurig sein [Die erwähnte Eigenschaft kann nur bei Besitzern der freigebigen Seele, des festen Willens, des nüchternen Verstands und des tiefen Glaubens sein. Und dafür, dass sie das durch eine Arbeit an sich erreichen konnten, nimmt der Allmächtige von ihnen die über Menschen oft herrschenden tierischen Ängste, Phobien und das Gefühl der Trauer, der Depression, der Apathie ab].
[Beachten Sie übrigens, womit es besser ist, Ihr Wachsen auf dem Wege der Freigiebigkeit zu beginnen:] (1) Gütige Rede [einige gute und nützliche Worte zu sagen, selbst wenn Sie sich völlig leer fühlen, selbst wenn jemand Ihnen ins Gesicht gespuckt hat, doch sind Sie im Namen des Schöpfers mit guten Worten, mit positiven Emotionen freigebig][4] und (2) Verzeihung [jemandem, auch wenn er mit Ihnen grob und schuftig gehandelt hat] sind besser als ein Almosen [Materialausgaben für etwas Gutes], das von einem Seelenschmerz befolgt wird [wenn man die vollbrachte Wohltat bedauert; wenn man eine herzliche Verletzung demjenigen, dem man geholfen hat, durch eine Erinnerung, durch eine ungehörige Erwähnung oder durch eine offenbare Äußerung seines Vorteils in der Rede, im Benehmen zufügt, wodurch er erniedrigt wird][5]; und Allah ist unendlich Reich [bereichert wen Er will bis zum notwendigen Maß ohne Vermittlung eines Wohltäters] und Geduldig [bestraft den Menschen nicht, ohne ihm eine Möglichkeit zu geben, zu bereuen, zu begreifen, sich zu korrigieren].
O ihr, die ihr glaubt, vereitelt nicht eure Almosen durch „mann“ und „adha“, gleich dem, der sein Gut ausgibt, um von den Leuten gesehen zu werden [mit Erwartung der Dankbarkeit], und nicht an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag. Das Gleichnis dessen ist das Gleichnis eines Kieselsteins mit Erdstaub darüber, und es trifft ihn ein Platzregen und lässt ihn hart und glatt (ganz rein) [Wohltaten, die sowohl vor ihrer Ausübung als auch gleich danach nicht gehörig behandelt werden, verwandeln sich in den vergeblichen Staub, der aus der Liste unserer Edeltaten weggeblasen oder abgewischt wird]. Sie [diejenigen, die ihre Spenden zum Wohl anderer in den Staub verwandelt haben] richten nichts aus mit ihrem Verdienst [weder im Dasein noch im Jenseits]; [und wisst:] Allah leitet nicht die ungläubigen [Ihm undankbaren] Menschen [sie sind durch ihre Worte, ihre Taten und ihre Bestrebungen solche geworden, sie wünschen, gerade solche zu sein. Übrigens sind erwähnte Eigenschaften eher einem Atheisten als einem Gläubigen eigen. Falls ein Gläubiger etwas ähnliches begeht, so nur aus Versehen oder aus Unwissenheit, obwohl…]” (siehe, den Heiligen Koran, 2:261-264).
Um den Wert der Wohltat zu bewahren, der in Form der Gnade Gottes im Dasein und im Jenseits zurückkehrt, muss sich der Mensch (zu seinem eigenen Wohl) bemühen, diese Wohltat unter sich und Gott zu lassen, sie (nach Möglichkeit) nicht zur Schau zu stellen, sie bis zu dem Jüngsten Tag zu vergessen. Es wäre angebracht, wegen der menschlichen Schmeichelei nicht auf die Ebene der Selbstbewunderung und der Großtuerei herunterzukommen, während es Voraussetzungen gibt, auf die Ebene der Äußerung der Gnade Gottes zu steigen, wo sich das Flehen zu Ihm in die beste Antwort und in die Gottesfreigiebigkeit verwandelt.
Es ist wichtig zu betonen, dass anstatt materielle Spenden zu verteilen, mit welchen sich selber und anderen seelische Schmerzen zugefügt werden, ist es besser, dies überhaupt nicht zu tun und Freigiebigkeit in Form guter und angenehmer Worte zu äußern, sie als eine Bereitschaft zu verzeihen auszudrücken, keinen geringsten bitteren Nachgeschmack in der Seele zu hinterlassen. Übrigens sind diese Nachgeschmäcke nachfolgend Ursachen von Nervenzusammenbrüchen, Stresse, gegenseitigen Beleidigungen und Kränkungen.
Ein frommer Mensch ist völlig gestimmt, eine Wohltat zu Gunsten anderer nur im Namen Gottes zu vollbringen, Der uns weltliche Güter und Möglichkeiten zeitweilig zur Verfügung gestellt hat: „Und sie geben Speise[6] – und mag sie ihnen (auch) noch so lieb sein – dem Armen, dem Waisen und dem Gefangenen [sie teilen das Notwendige mit denjenigen, die schwächer und kraftloser als sie sind], (indem sie sagen:) „Wir speisen euch nur um Allahs (Gottes) willen. Wir begehren von euch weder Lohn noch Dank dafür“ (siehe, den Heiligen Koran, 76:8, 9).
Es ist äußerst nützlich zu lernen, keine Gegenwohltat, kein Lob oder keine Dankbarkeit zu erwarten, wie groß auch immer die Kosten wären. Die Äußerung des Altruismus und der Aufrichtigkeit vor dem Herrn der Welten wird von Gott viel mehr belohnt, oft versteht das aber der Mensch nicht ganz.
Einzelne Zitate
„Und lass deine Hand nicht an deinen Hals gefesselt sein [sei nicht so geizig, dass deine Hand sogar etwas geringeres nicht geben kann], aber strecke sie auch nicht zu weit geöffnet aus [sei nicht unvernünftig verschwenderisch, vergeudend, alles dem ersten besten verteilend], damit du [wegen der ersten Eigenschaft] [sowohl von Menschen als auch von Gott] nicht getadelt und [wegen der zweiten Eigenschaft] zerschlagen niedersitzen musst“. (siehe, den Heiligen Koran, 17:29)
„Und gib[7] dem Verwandten, was ihm gebührt, und ebenso dem Armen und dem Sohn des Weges, aber sei (dabei) nicht ausgesprochen verschwenderisch [gib vernünftig, nicht für sündhafte Taten aus; hilf denjenigen, die deine Hilfe wirklich brauchen]. Denn die Verschwender [die ihren Wohlstand nicht bestimmungsgemäss, für Sündhaftes und ohne Nutzen verbrauchen] sind Brüder der Satane [Brüder nach ihrem Geist, nach ihrem Benehmen und nach ihrem Verhalten zu Sachen, Taten und Gütern], und Satan [wie auch seine Diener] war undankbar gegen seinen Herrn [damit wird hier das Unbegreifen des Wertes der Gottesgaben gemeint]“.[8] (siehe, den Heiligen Koran, 17:26, 27)
„Und [die Gläubigen sind] die, die, wenn sie spenden, nicht verschwenderisch sind...“ (siehe, den Heiligen Koran, 25:67)
Nachwort
Wenn die oben angeführten Empfehlungen für innere Empfindung, für das Verhalten und für die äußerliche Erscheinungsform berücksichtigt werden, hebt die Freigiebigkeit einen Menschen auf eine hohe metaphysische Ebene. Der Prophet Muhammad (Allahs Friede und Segen sei mit ihm) hat gesagt: „Verzeiht Irrtümmer und Fehler eines freigebigen Menschen! Wahrhaftig reicht der Herr ihm immer die Hand, wenn er strauchelt”.[9]
[1] Siehe, zum Beispiel: At-Tirmisi M. Sunan at-tirmisi [Hadithensammlung von Imam At-Tirmisi]. Beirut: Ibn Hasm, 2002, S. 577, Hadith ¹1966. Die Richtigkeit dieses Hadithes ist zweifelhaft, aber die Weisheit dieser Worte und ihre Stichhaltigkeit des allgemeinen Charakteres, meine ich, sind unbestreitbar.
[2] In erster Linie werden in dieser Aya Materialspenden gemeint, und daneben auch Spenden von nicht materiellen Dingen: der Zeitaufwand (die Spende von seiner Zeit zum Wohl anderer und zu ihrer Hilfe, indem man es nur um Allahs Willen tut, da die Zeit, jede Zeiteinheit eine der wertvollsten und unwiederbringlichen Sachen ist); intellektuelle, wissenschaftliche Spenden (eine kostenlose Übergabe seines Wissens, seiner Weisheit, seiner Erfahrung anderen), und vieles andere, das mit Bemühungen oder dank Möglichkeiten erworben wird und ausschließlich für persönliche Zwecke verwendet werden könnte.
[3] Wohltaten sind mannigfaltig und zahlreich, das sind die Verbreitung des Wissens (die Entwicklung von sämtlichen der Gesellschaft nützlichen Wissenschaftszweigen), der Kampf gegen den Analphabetentum, die Armut, die Epidemien und vieles andere.
[4] Der Prophet Muhammad (Allah Friede und Segen sei mit ihm) sagte: „Ein liebes Wort ist eine Spende” und auch „Dein Lächeln beim Blick auf einen Menschen ist eine Spende”. Ausführlicher siehe: Al-Amir ‘Aljaud-din al-Farisi. Àëü-ihsan fi takrib sahih ibn habban [Edle Tat in der Annäherung (zu den Lesern) der Hadithensammlung von Ibn Habban]: In 18 B. Beirut: ar-Risala, 1991 (1997), B. 2, S. 219-221, Hadithe ¹¹ 472-474.
[5] Übrigens ist eine der wichtigen kanonischen Regeln im Islam der Vorrang der Beseitigung des Bösen vor dem Vollbringen von etwas Gutem, das heißt wenn in einer Tat sowohl Gutes als auch Böses, sowohl Nützliches als auch Schädliches anwesend sind, dann muss man darauf verzichten.
Man kann mit einem Almosen, mit einer Spende helfen, aber falls danach eine herzliche, psychische Verletzung folgt, so darf man solch eine Tat von Anfang an nicht vollbringen.
[6] In der Aya wird gerade die Nahrung, das Füttern der Bedürftigen erwähnt, und das ist aus dem einfachen Grund, dass ohne Essen der Mensch nicht lange leben kann. Das ist ein am meisten verbreitetes Bedürfnis für alle Zeiten und im Großteil der Zwangssituationen, natürlich kann der Menschen auch andere ausgeprägte Schwierigkeiten haben (das Bedürfnis nach einem weisen Ratschlag, um eine richtige Entscheidung zu treffen; das Bedürfnis nach dem, wer ihn anhöre und damit zur herzlichen Erleichterung beiträge; der katastrophale Mangel an materiellen Mitteln für lebenswichtige Bedürfnisse usw.).
[7] Es werden hier verschiedene Formen der Hilfe gemeint, deren der Mensch bedürfen kann.
[8] Ich denke, es wäre nützlich zu betonen, dass unter muslimischen Gelehrten die Meinung verbreitet ist (und sie entsprechend begründet ist), dass man Ausgaben für offensichtlich wohltätige Projekte verschwenderisch nicht bezeichnen darf. Aber auf jeden Fall ist jede Situation eigenständig, individuell, und hier muss derjenige entscheiden (unter Berücksichtigung von vielem, einschließlich des Verstandes, des herzlichen Ausbruchs), wer sich darin befindet. Das geistige Begreifen der Umstände der Sache vor Gott gibt (nach der Gnade Allahs) eine richtige Antwort. Und nach dem Begehen einer sehr freigebigen Tat ist es wichtig, diese nicht zu bedauern.
[9] Siehe, zum Beispiel: As-Sujuty Dsh. Al-dshami‘ as-sagyr [Die kleine Sammlung]. Beirut: al-Kutub al-‘ilmijja, 1990, S. 85, Hadith ¹1364, „sahih”.
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